Verzögerter Saisonstart

 |  Mittwoch, 14 Oktober 2015 10:32

Heftiger Innenbandriss am linken Knie, eine Reizung des vorderen Kreuzbandes und eine Oberschenkelknochenprellung - das ist die Diagnose.

Beim gestrigen Training im Pitztal stürzte ich im Riesenslalom. Schnell merkte ich einen stechenden Schmerz sowie eine Instabilität im Knie. Direkt ging es in die Schweiz, wo weitere Untersuchungen ergaben, dass ich zum Glück keinen Kreuzbandriss erlitt, wie zuerst angenommen.

Nun hat es mich auch mal erwischt, glücklicherweise nicht allzu fest: Die gestellte Diagnose bedeutet nun rund 8 Wochen Pause für mich. So verpasse ich leider höchstwahrscheinlich den Weltcupstart in Nordamerika...
Ich werde alles dafür tun, um in Gröden Mitte Dezember wieder dabei zu sein, mitmischen zu können sowie euch an den Rennen in Zentraleuropa etwas bieten zu dürfen!

Danke für eure Unterstützung und bis bald, für mich beginnt nun die hoffentlich kurze Rehazeit zuerst zu Hause, danach im Sportzentrum Magglingen, wo ich täglich mit zwei Physiotermine auf dem Programm habe sowie Physiotraining mit einer super Betreuung. Werde euch natürlich gerne über meine sozialen Netzwerke auf dem Laufenden halten!

Machets guet und bis bald!

Ralph

Back on the snow!

 |  Freitag, 07 August 2015 18:25

Der erste Skikurs ist bereits Geschichte, Zermatt begrüsste uns mit dem allerbesten Wetter. Trotz der hohen Temperaturen im Tal, waren die Pistenverhältnisse auf 3800m.ü.M. bis um 11.00 Uhr sensationell. Jetzt meint man, das sei ja nicht lange; aber wenn man um 5.00 Uhr aufsteht, um um 7.20 Uhr für 4 bis 5 Stunden auf den Ski zu stehen, dann ist das schon nicht schlecht.
Bereits bei der ersten Fahrt musste ich mich vor dem 'Schneekuss' retten, was allerdings ganz normal ist. Nach vier Monaten Skipause brauche auch ich einige Schwünge, um das optimale Gefühl zu erhalten, die Dynamik des Ski zu spüren und das Timing zu treffen für die verschiedenen Bewegungsabläufe. Dieses Jahr war ich aber sehr schnell, ich konnte mich sehr gut anpassen und schon nach dem ersten Schneetag hatte ich einige geile Schwünge fahren können; wie ich dieses Gefühl der Fliehkräfte doch vermisst hatte! ;-)
Am zweiten Tag ging es dann bereits einige Fahrten in die Tore und erst hier merkt man, wie wichtig es ist, das Timing im Schwung zu treffen - oder eben auch nicht! :-) Mit den Fahrten kam das Gefühl dann relativ schnell und ich fühlte mich schnell wieder 'zu Hause' in den Toren. In den letzten fünf Tagen war ich täglich mit den Riesenslalom-Skis unterwegs, zudem trainierten wir gezielt den Start und gleiteten in flachen Passagen, um die Hockeposition zu verbessern und die neuen Ski durchfahren zu können. Damit wir mit den Rotationen nicht allzu viel Zeit verloren, hatten wir einen etwas schnelleren 'Swiss-Ski-Lift' nur für uns... ;-)

Es war (wie immer beim ersten Kurs) sehr anstrengend, im Gegensatz zu Zuhause trainiere ich in Zermatt 3000m höher. Zudem muss man sich zuerst wieder an den schönen Skifahrer-Schlafrhythmus (Wecker 5.00 Uhr) gewöhnen, was auch seine Anfangsschwierigkeiten bereitet.

Morgen werde ich noch kurz bei der Summer Trophy im Sargans vorbeischauen, wo die nächste Skigeneration ihr Geschick bei verschiedenen Spielen unter Beweis stellen. Und sonntags heisst es dann wieder nach Zermatt anreisen für hoffentlich ähnliche sensationelle Bedingungen.


Bis bald, Ralph

Der harte Sommer geht zu Ende

 |  Sonntag, 19 Juli 2015 16:18

Mein Konditionstraining hat seit spätestens Mitte Mai zu 100% begonnen. Mit einem wöchentlichen Plan trainierte ich in den letzten zwei Monaten täglich sehr strukturiert und kontrolliert an meiner konditionellen Verfassung. Mindestens zwei Tage pro Woche war ich im Kerenzerberg und trainierte einem Teil der Mannschaft zusammen; dies ist für mich sehr positiv, da ich mehr mit der Gruppe zusammen trainieren kann. Man kann sogar auch mal ein Spiel spielen zum Aufwärmen und dies tut auch dem Gemüt gut neben den anstrengenden Trainingseinheiten.

Bis Ende Juni trainierte ich vor allem hohe Umfänge bei den Trainingseinheiten, also mehr Wiederholungszahlen mit jeweils weniger Gewicht. Danach wurde nach und nach die Qualität des Trainings erhöht, die Wiederholungszahlen wurden reduziert, dafür wurde immer mehr und mehr Gewicht geladen. Zwischen den Trainingseinheiten wurde mehr Pausenzeit eingeplant, so dass die intensiven Trainings möglichst gut über den ganzen Tag verteilt werden. Zusätzlich messe ich jeden Morgen meinen Ruhepuls, um meine körperliche Verfassung zusätzlich zu kontrollieren. Falls der Ruhepuls zu hoch ist, war das Training vom Vortag zu viel und ich kann meine Einheiten anpassen.  Da wir einen wunderschönen Frühling und Sommer hatten und ich viel draussen trainierte, habe ich bereits einen weissen Abdruck vom Pulsgurt auf der Brust, meine Bräune kommt also nicht von den Sommerferien, die gibt es bei mir nicht… ;-)

Die jeweils 5-tägigen Trainingslager im Kerenzerberg und in St. Moritz waren für mich sehr wertvoll und wiederum eine gelungen Abwechslung im Sommertraining. Aber auch ich bin nun langsam aber sicher froh, wenn ich wieder auf die Ski gehen darf und meinen Körper nicht immer mit harten Trainings möglichst schlimm plagen muss. ;-)

Nun sind wir noch eine Woche im Kerenzerberg für einen Zusammenzug mit der Gruppe, anschliessend werde ich noch auf dem Ergometer, auf Kraftplatten etc. getestet, wie grosse Fortschritte mein Sommertraining mir gebracht hat. Und dann geht es am 2. August endlich wieder auf die Ski in Zermatt, ich freue mich jetzt schon nach dieser langen Skipause! :-)

Machts gut und bis bald

Ralph



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