Kurzer Auftritt an JWM

 |  Mittwoch, 26 Februar 2014 22:31

Mit voller Elan ging ich an die Junioren-WM in Jasna (Slowakei). Die JWM ist jedes Jahr wieder ein Highlight und ich wollte dieses Jahr als ältester noch das letze Mal zuschlagen. Die Piste ist nicht sehr anspruchsvoll hier, ziemlich flaches Gelände.

Heute stand schon der Super-G auf dem Programm, wo ich mit Nummer 5 ins Rennen ging. Mit sehr schnellen Ski an den Füssen war bei sehr windigen Verhältnissen der Start, ich kam leider nicht so weit: Beim fünften Tor war bereits Schluss, ich stürzte und machte mir weh.

Diagnose: Luxation des Ellenbogengelenks + Ein kleines Loch unterhalb der Lippe. Nach einem relativ schnellen Transport und Untersuch wurde ich für 25min eingeschläfert und in dieser Zeit wurde die Speiche wieder eingerenkt und die Lippe von innen und aussen mit je drei Stichen wieder genäht. Zweieinhalb Stunden nach dem Unfall war ich also wieder zusammengeflickt! :-) Leider musste auch das Rennkombi dran glauben, da ich ohne Schere nicht rausgekommen wäre...

Nun steht Geduld auf dem Plan, es ist noch schwierig zu sagen, wie lange das geht, da es darauf ankommt, ob Nerven, Bänder etc. noch involviert sind oder nicht. Für weitere Abklärungen gehts morgen in die Schweiz, wo ich noch MRI usw. mache. Momentan laufe ich mit einer Gipsschiene und geschwollener Lippe rum...

Danke allen herzlichst, die mir geschrieben und mitgefiebert haben, es ist sehr schön als Sportler eine solche Unterstützung im Rücken zu haben!

Bis bald, Ralph

Gus - der Mann mit den schnellen Skis

 |  Freitag, 07 Februar 2014 22:02

Nach den abgesagten Rennen in St. Moritz ging es für mich direkt weiter ins Sarntal im Südtirol. Es wartete auf uns wieder eine Schlechtwetterwoche, wie ich es bis anhin schon die ganze Saison erlebt habe. Das erste Training konnte noch nach Zeitplan durchgeführt werden, auf den zweiten Tag gab es aber 50cm Schnee im Tal, was das erste Rennen verhinderte. Und auch am Mittwoch wurde das geplante Rennen verschoben und verschoben, aber um 14.30 Uhr konnten wir doch noch starten, endlich gings los! Allerdings nicht allzu positiv für mich: Ich klassierte mich als 14., wurde aber dennoch als bester Junior geehrt. Natürlich war ich enttäuscht über dieses Resultat und wollte es am nächsten Tag klar besser machen. Das einzig erfreuliche an diesem Tag war, dass mein Kollege Silvan Zurbriggen, der mit Nils Mani und mir auch bei unserem Servicemann Stefan Thöni alias 'Gus' ist, das Rennen gewinnen konnte.

Am zweiten Renntag standen zwei Abfahrten auf dem Programm; die erste zählte zur Europacup-Wertung, die zweite dann zur Kombination, wo am Freitag der Slalom ausgeführt werden sollte.
In der ersten Abfahrt gelang mir noch nicht die perfekte Fahrt, auf der einfachen Piste dringend erforderlich war. Dies gelang erneut Silvan Zurbriggen und auch Nils Mani, die mit dem ersten und zweiten Platz viel Freude hatten, ich klassierte mich als sechster. Auch dieses Mal war es noch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.

Der Abfahrtslauf der Kombination gelang mir dann endlich, wie ich ihn mir im Kopf schon einige Male vorgestellt hatte: Mit 0.54sek Vorsprung auf den zweiten hatte ich ein kleines Polster für den Slalom und konnte mir sehr tiefe und wichtige FIS-Punkte ergattern. Und der schöne Nebeneffekt war, dass Nils Mani und Silvan Zurbriggen schon wieder auf dem Podest standen!

Der heutige Super-G wurde infolge von schlechten Wetter abgesagt, so fuhr man nur noch den Slalom. Die Piste war recht weich, ich dachte, dass ich keine Chance habe als mit dem 30. Startplatz. Und doch reichte es mir nach vorne. Vor Nils Mani konnte ich meine erste Super-Kombination gewinnen! Insgesamt war ich in allen drei Rennen bester Junior und ich freute mich über reichlich Geschenke, von denen man im sehr gut organisierten Sarntal sicher genug bekommt. Danke dem Skiclub Sarntal für diese jeweils coolen Rennen!

Die Schweiz konnte alle drei Rennen im Sarntal gewinnen: Von den zwölf möglichen Podestplätzen konnte das 'Team Gus' neun einfahren, was für eine Bilanz!!! An den Qualitäten unseres Servicemanns ist also auch von jedem Aussenstehenden kein Zweifel auszusetzen und ich freue mich auf die nächsten Rennen! ;-)

Danke meinen Eltern, welche auch mitgekommen sind sowie Christian Knellwolf für die super Bilder!

 

Weltcup in St. Moritz

 |  Samstag, 01 Februar 2014 18:54

Mit viel Vorfreude reiste ich nach St. Moritz an; ein Heimrennen auf einer Strecke, die ich schon einige Male gefahren habe mit guten Leistungen. Allerdings war der Wetterbericht schon anfangs Woche nicht überragend, ich machte mich auch dieses Mal wieder auf einen Weltcup ohne Sonne bereit. Und so begann es auch im ersten Training: man hatte so ziemlich keine Bodensicht, der Start war nicht von oben, somit war der steile Startteil mit dem 100%-Gefälle, dem 'freien Fall', leider nicht dabei.

Es war aber cool, auf einer bekannten und heimischen Strecke zu fahren. Die Wetterprognosen waren allerdings ernüchtern und es begann am Abend des 1. Trainings stark an zu schneien, das 2. Training mussten wir sausen lassen. Und damit war der Traum vom Start von ganz oben auch aus. Wir hofften, dass die Organisatoren die Piste hinkriegen, nur schon im Dorf gab es knapp 50cm Neuschnee. Aber auch am Renntag war das Wetter nicht besser: Es hatte im mittleren Streckenteil immer wieder Nebel drin, das Rennen wurde etwa ca. 4mal verschoben, was für uns Fahrer sehr mühsam und kraftraubend war; man musste stets bereit sein im Kopf und war bis zur definitiven Rennabsage einige Stunden angespannt. Leider wurde das Rennen dann auch abgesagt, was ich sehr bedaure.

Den Organisatoren möchte ich herzlich danken, es ist unvorstellbar wie gut die Piste im ersten Training war und wie sie am Renntag bereit gewesen wäre!
Für mich war dies das wahrscheinlich letzte Weltcuprennen, jetzt ist dann die Olympiapause, dann wäre Kvitfjell, wo ich dann aber wahrscheinlich an der Junioren-WM die Schweiz vertreten werde. Dieses Jahr hatte ich kein einziges Weltcuprennen, an dem die Sonne ein bisschen schien, an jedem schneite es oder war stark bewölkt, ich freue mich auf den nächsten Weltcupwinter, wo es dann vielleicht mindestens einmal Sonne hat ;-)
Jetzt gehts weiter mit Europacups, wo ich mir in der Abfahrt den Fixstartplatz für das nächste Jahr sichern möchte.
Bis bald, Ralph