Off to America!

 |  Donnerstag, 16 Oktober 2014 00:00

Neben vielen harten Stunden im Kraftraum, in den Bergen, auf den heimischen Gletscher in der Schweiz sowie in Österreich, geht es heute in einer Woche endlich wieder nach Nordamerika - bereits zum dritten Mal! (Da merkt man selber, dass man auch schon älter ist ;-))

Ich hatte einige gute Wochen in Zermatt wie auch im Pitztal bis Mitte Oktober. Aber auch uns holte irgendwann mal das Wetter ein; nach einem nahezu perfekten Sommer erwischten wir auch mal zwei Wochen mit etwas schlechterem Wetter; nicht optimal, aber auch solche Tage sind sehr wertvoll. In einem etwas anderen Gelände im Pitztal, welches um einiges steiler ist, wurde ich aufs Neue gefordert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte ich aber auch dies mehr oder weniger im Griff und ich freute mich, wenn ich die Ski dann für 10 Tage in die Ecke stellen kann und die Koffer für Nordamerika packen darf.

Und darum auch sinnbildlich das Bild: Nach einem harten Sommer bin ich bereit und freue mich auf den ersehnten Winter.

Und nun ist es bald wieder so weit; Als einziger der Europacup-Trainingsgruppe darf ich mit der Weltcupgruppe mit und bin so quasi 'bei meinen alten Kollegen' der letzten Saison wieder dabei. Nach dem ersten Weltcup in Sölden wird man gerade ein bisschen kribbeliger und freut sich natürlich umso mehr, dass es dann selber losgehen kann.

Der Plan ist, dass wir zuerst nach wenigen Tagen aklimatisieren bereits die ersten Kontinentalrennen gefahren werden. Dies kann aber je nach Schneeverhältnissen variieren, vielleicht werden die Rennen auch abgesagt. Danach wird knapp zwei Wochen auf dem dortigen aggressiven Schnee trainiert und schon gehts für mich bereits zum zweiten Mal nach Lake Louise und Beaver Creek. Ich freue mich sehr auf diesen Trip, es ist immer sehr schön und interessant dort drüben über dem grossen Teich und ich warte gespannt auf die ersten Vergleiche mit der Weltcup-Gruppe.

Gerne halte ich euch auf dem Laufenden mit Bildern etc.

Bis bald, Ralph

Tauchferien Krk

 |  Montag, 04 August 2014 00:00

Nach einer langen Trainingszeit ohne grössere Pause mit 13 Wochen Spitzensport-RS und anschliessend zwei Skikursen in Zermatt, gönnte ich mir einen eher kürzeren Urlaub von knapp 6 Tagen. Diesen verbrachte ich mit der Tauschule von Mörschwil, der Zingg-Dive GmbH und es waren einige super Tage am Meer! Es gab sehr viel zu sehen und es was sehr cool, mal im Meer zu sein anstatt im Bodensee etc. ;-)

So sahen wir Delfine, tauchten durch Tunnels und in Höhlen, sahen Drachenköpfe, Oktopusse und Quallen, machten einen Nachttauchgang, zwei Wracktauchgänge etc. 

Habe für euch ein kurzes Video zusammengestellt, viel Spass beim Schauen und bis bald!

Tauchen Krk, Kroatien Juli 2014 from Ralph Weber on Vimeo.

Infos über Vorbereitung und Militär

 |  Montag, 30 Juni 2014 20:55

So nach einer etwas längeren Meldepause bringe ich euch wieder mal etwas News über Selektionen, meinen zweiten Teil mit 13 Wochen in unserer ‚Kaserne‘ in Magglingen sowie über meine überstandene Verletzung.

Viele fragten mich betreffend meiner Verletzung Ende Februar; Es ging sehr sehr schnell vorwärts, ich konnte schon früh trainieren, war nicht in den Ferien und war so einige Wochen vor den anderen bereits wieder am ‚Winterspeck abbauen‘ ;-)

Totalrevidierung: Als ich noch im Krankenauto sass, sagte ich zu meinen Eltern, (die extra an die Junioren-WM angereist waren) dass es auch seine Vorteile habe: Ich habe Zeit, meinen lang ersehnten Wunsch, die Augen zu lasern und kann mich besser auf die kommende Saison vorbereiten. Die Augen laserte ich ziemlich direkt nach dem Weltcup-Final in der Lenzerheide, noch mit Gips um den linken Arm gings in den Voruntersuch. Nach diesem eher grossen ‚Rundumservice‘ ist wieder alles am richtigen Ort und ich darf dank meinen Eltern eine viel höhere Lebensqualität geniessen!

Selektionen: Am Anfang der RS wurden auch die Selektionen für die kommende Saison bekannt gegeben; für mich ein eher bitterer Moment. Bis zu meiner Verletzung war ich 4. in der Abfahrtswertung im Europacup, Top 3 hätten fürs A-Kader gereicht. Da ich mich aber an der Junioren-WM in Jasna verletzte, verpasste ich den Rest der Saison und somit auch die letzten Rennen.

Leider wurde dies seitens Swiss-Ski nicht berücksichtigt, man nimmt lieber andere in die Weltcup-Gruppe, welche letzte Saison an einem einzigen Rennen schneller waren als ich, dafür 10 Jahre älter sind.

...Oder solche, die 5 Jahre älter sind und in keiner einzigen Disziplin bessere FIS-Punkte haben als ich.

Anfangs hatte ich sehr Mühe, diesen Entscheid zu verstehen, da die Kommunikation sehr schlecht war. Auch jetzt könnte ich noch viele Kritikpunkte anbringen und viele würden mir Recht geben. Aber es bringt mir schlicht und einfach nichts, mich zu verkopfen, ändern kann ich es sowieso nicht. Ich kann nur meine Meinung dazu sagen, es denen nur beweisen, indem ich besser trainiere und stärker wie je zuvor zurückkomme. Eine gute Saisonvorbereitung mit der Europacupgruppe, Geduld und ein bisschen Glück, dann kann es nächstes Jahr eine ganz gute Saison geben!

Militär: Am 14. April hiess es dann aber wieder Männlein klopfen; ich rückte für meinen zweiten Teil in die RS ein. Mit dem bekannten Militär hat es aber nicht viel zu tun, wir durften ziemlich immer die Zeit für unser Training nutzen.

- Die ersten 3 Wochen absolvierten wir die militärische Sportleiterausbildung, wo wir mit coolen Sportlehrern lernten, wie wir den Sportunterricht in einer Kaserne bei einem Zug bzw. Kompanie durchführen. Auch für uns eine interessante Erfahrung, mal die andere Seite als Trainer zu sehen. Gespickt war der Wochenplan mit täglicher Theorie und Weiterbildung am Abend, was zum Teil interessant war, zum Teil halt eben weniger.

- Danach hiess es 10 Wochen Training. Bis auf einige wenige Ausnahmen (3 Mal Schiessen, Beförderung zum Sportsoldaten etc. konnten wir eigentlich fast den ganzen Tag trainieren. Militärisch gesehen sicher sehr locker, physisch gesehen aber mindestens so hart! Wir Sportler pushten und Gegenseitig bis ans Limit, so dass jeder am Freitag froh war, übers Wochenende heimzugehen und dieses etwas ruhiger zu verbringen! Mit kleinen 2-er, 3-er, 4-er-Zimmern und einem super Service vom Baspo stand der Regeneration fast nichts im Wege!

Nun sind es nur noch 2 Wochen, die ich in Magglingen verbringen darf. Für einen Spitzensportler, der als oberstes Ziel den Erfolg sieht, empfehle ich diese Möglichkeit sehr, ähnlich gute Trainingsbedingungen in diesem Rahmen findet man schweizweit nirgends.

DANKE: Bei allen möchte ich mich herzlichst für die unzähligen Fresspäcklein bedanken!!! Ich habe mir beim Feldweibel glaube ich einen ganz guten Namen als lokale Postzentrale gemacht und er deponierte nach ein paar Wochen die Päckchen unten vor seinem Büro anstatt sie uns ins Zimmer zu bringen; es wurde ihm zu viel ;-) Ihr seid die besten Fans, ich schaffte allerdings nie im Leben, alles zu essen, sonst wäre ich aufgegangen wie ein Muffin :-D Von jedem Päckchen habe ich mir aber jeweils die besten Sachen ausgesucht, jedes einzelne der ca. 15 Päckchen ein Highlight! J

Aber ich habe sicherlich gute Reserven und verhungern muss niemand dank Euch und dem Zimmer 808 in Magglingen ;-)

PS: Das Bild konnte ich ca. in der 5. Woche vom Zimmerfenster in Magglingen machen mit Sicht auf Biel/Nidau Richtung Martigny.